SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Für Mitglieder gesetzlicher Kostenträger bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

KOKZYGODYNIE
Schmerz / Schmerzen in der Steißregion

Die Kokzygodynie (lat.: Coccygod ynia) bezeichnet einen Schmerz in der Steißregion.

Kurz zur Anatomie (= Lehre vom Körperaufbau)

Der Ste iß bzw. das Steißbe in bildet das untere Ende der Wir belsäule. Es besteh t aus aus einer Synos tose (= knöcherne Verschm elzung) von drei bis fünf verküm merten Wirbel n.
Entwicklungsgeschich tlich handelt es sich beim Steiß bein um den rückgeb ildeten körpernahen Teil des Sch wanzskeletts.

Die re ktale (= durch den End darm durchgeführte) Un tersuchung zeigt bei einer Kokzygodynie eine örtl iche Schmerz empfindlichkeit in der Steißregion, selten eine deutliche Hypermobil ität (= gesteigerte Beweglichkei t).
Eine operative En tfernung des Steißbeins wird zwar häufiger em pfohlen, ist aber nur in seltensten Fäl len notwendig.

Eine Kokzygodynie (Schmerz in der Steißregion) tritt vor allem beim Si tzen auf und kann verschiedene Ursachen haben:

Die genannten Ursach en führen i.d.R. zu einer un spezifischen En tzündung der Knoch enhaut (Periost itis) des Steißbeins, nicht selten auch in Kombination mit dem K nochengewebe (Ost itis bzw. Osteit is).

Zur Therapie der Kokzygodynie (chron ische) hat sich insbesondere die therapeu tische Lokal anästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmi ttel bzw. Lokalanäst hetika) sehr bewährt.
Die unteren sak ralen (= dem Kr euzbein en tstammenden) Nerven wurzeln ((4)+5) bilden zusammen mit den ebenfalls paarigen Nerven wurzeln (1-3) des Steiß beins den sog. Plexus coccyg eus (= Nerven gef lecht des S teißbeins). Zur Behandlung werden deshalb dicht neben dem unteren Kreu z- und Steiß bein wiederholt (stationär 2xTgl, auch am Wochen ende) großzügige Infil trationen mit dem örtlichen Bet äubungsmittel durchgeführt. Ein Kontak t der Kanü lenspitze mit den Knoch en ist dabei zu vermeiden, weil dies sehr sch merzhaft sein kann.

Falls diese Maßnah me nicht ausreicht bieten sich zur Therapie einer Kokzygodynie wiederhol te Sakral blockaden (Kaudal-Bloc kaden) an.
Dabei handelt es sich um eine sog. rüc kenmarknahe Betäubung, die über einen kleinen Spal t im Kreuzbein (Sak ralkanal) durchgeführt wird. In hartnäckigen Fäl len kann diese Bet äubung auch vorübergehende (z.B. 10-14 Tage lang) kon tinuierlich mit einem eingepflanzten Kuns tstoffschlauch (Katheter *) erfolgen, sofern dieser wegen der der Gefahr einer In fektion (= Eindringen von Mik roorganismen wie z.B. Bak terien) (Nähe zum Enddarm!) seitlich unter der Hau t mittels einer Untertun nelung weggeführt wird. Statt mit einem örtlichen Betäu bungsmittel kann die rückenmarknahe Blockade / Bet äubung auch mit einer verdünn ten Mo rphin-Lösung durchgeführt werden, allerdings ist dabei die oft zu beobachtende, über die Behandl ungszeit hinaus anhaltende Wirkung deutlich weniger ausgepräg t.
Schließlich wird man sich bei einer har tnäckigen und heftige Kokzygodynie zu einer vorü bergehenden, kon tinuierlichen, lumbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epid uralen Blockade mit Katheter entschl ießen. Diese Methode hat gegenüber der oben beschriebenen, kontinuierlichen kaudalen Bloc kade den Vor teil, daß der ei ngepflanzte Katheter länger im Körper belassen werden kann, da das Risi ko einer Infektion (= Eind ringen von Mik roorganismen wie z.B. Bak terien) hier geringer ist.

Dass die schmerzlindernde Wirkun g i.d.R. über die eigentliche Behandlu ngszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zu rückzu führen, daß bei dieser Blockadebehandlun g auch die sog. vegetat iven Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblu tungssteigerung resultier t. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmet hode besonders bei Schmerzen, die auf eine verm inderte Blutversorgu ng, auf entzündl iche oder auch degenerative Proz esse zurückzuführen sind, hil freich ist. Nach neue ren Erkenntnissen vermag eine solche in tensive Blockadebehandlung auch das sog. Sch merzgedächtnis zu löschen.

Wie oben schon ausgeführt l iegt einer Kokzygodynie meist eine en tzündliche Reaktion der Knoc henhaut zu grunde. Unter optimalen Durchblutungsbedingu ngen heilt diese aber sicher aus. Daß Lokalan ästhetika (= örtliche Betäubungsm ittel)) auch entzündu ngshemmend wirken, ist zw ischenzeitlich wissenschaft lich erwiesen. Wenn Sie mehr darü ber erfahren wollen, so kl icken Sie hier.

* Bei der sog. kontinu ierlichen Bloc kade mit Kat heter wird der dünne Kunststof fschlauch vorüber gehend dicht an Nervengef lechte bzw. den betroffen en Nerv ein gepflanzt. Die Einpf lanzung erfol gt durch eine handelsübl iche Kanüle h indurch, es mu ß also nicht „aufgeschn itten“ we rd en. In der Fol ge wird über d iesen Kat heter mehrmals täg lich, jeweils nach Abkl ingen der vora ngegangenen Dos is, das Lo kalanästhetikum (= ört liche Betäubungsmit tel) völlig sch merz los nachgespritz t. In best immten Fäl len kann zur Verabreich ung des örtl ichen Betäubungsmitte ls durch den Kathe ter hindurch auch e ine k leine Pu mpe angeschlossen werden.

Bei einer Kokzygodynie (chronische) sind hy pnoide (= bewu ßtseinsverändernde) Verfahren wie au togenes Training oder prog ressive Re laxation nach Jakobson eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtst rategie. Besteht die Kokzygodynie längerfristig, ist im Rah men einer psychologischen Begleit behandlung auch ein Schmerzbewäl tigungstraining sinnvoll.

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist beihilfefähig. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

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Impressum Aktualisiert:>11.09.2009</> <strong>Schmerz in der Steißregion</strong>